Neben der Fusion der Pfarreien ist das das zweite große Thema für uns im 1. Halbjahr 2022. Der Bischof hat alle Pfarreien im Bistum Trier beauftragt, ein sogenanntes „Schutzkonzept“ zu erstellen. Das Ziel ist, eine Kultur der Achtsamkeit zu entwickeln, damit Kinder, Jugendliche und hilfsbedürftige Erwachsene in unseren Pfarreien sicher sein können, dass ihre Grenzen und ihre Intimität uneingeschränkt geachtet werden. Die Kultur der Achtsamkeit beginnt mit einem Umdenken. Dieser Herausforderung müssen wir uns auch in unserer Pfarreiengemeinschaft stellen. Denn Kinder, Jugendliche und andere Schutzbedürftige sind uns anvertraut worden und vertrauen sich an. Daraus folgt eine große Verantwortung. Dazu bedarf es einer gemeinsamen Vorgehensweise aller, damit Verhalten aus Haltung erwächst. Der kommende Prozess, der bis Sommer 2022 abgeschlossen sein soll, erfordert eine Kraftanstrengung: Alle Mitarbeitenden, Gremien, Teams und Gruppen der Pfarrei müssen sich damit auseinandersetzen, Vereinbarungen treffen und sich darauf verpflichten.

Im Blick auf die Fusion 2023 werden Simmern und Rheinböllen das Schutzkonzept gemeinsam erstellen. Die Federführung hat ein Schutzkonzept-Team: Christina Bender, Birgit Bai und Pastor Thomas Schneider. Sie werden zwei Arbeitsgruppen bilden aus ca. 6 Mitgliedern, die möglichst breit die Gruppen und Gremien vertreten sollen. Die Arbeitsgruppen werden alle Bereiche auf Risiken und Veränderungsbedarfe prüfen, in denen wir mit Kindern, Jugendlichen und Schutzbedürftigen arbeiten. Parallel wird eine AG im Dekanat erarbeiten, welche Haltungen und Verhalten für eine Kultur der Achtsamkeit generell erforderlich sind. Am Ende wird ein Schutzkonzept für die neue Pfarrei Simmern-Rheinböllen stehen, das künftig die Grundlage für alle sein wird, die bei uns haupt- oder ehrenamtlich mitarbeiten wollen.

Alle Pfarrangehörigen sind eingeladen, ihre Bemerkungen zu einem Schutzkonzept dem Team mitzuteilen. Bitte sprechen Sie zuhause, mit Freund*innen und Bekannten, mit den Seelsorgenden und in der Pfarrei über das wichtige Thema: Was müssen wir bei uns tun, damit wir zu einer Kultur der Achtsamkeit kommen, in der die Grenzen und die Intimität aller gewahrt werden?

 

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