Leitsatz 4: Wir nehmen Vielfalt als Gottes Geschenk an

Wir glauben, dass Gott uns Menschen einzigartig geschaffen hat (vgl. Gen 2). Darum sind wir Menschen auch verschieden und mit vielfältigen Fähigkeiten und Talenten beschenkt. Gerade in den unterschiedlichen Gesichtern der Menschen spiegelt sich etwas vom Reichtum Gottes.

Vielfalt annehmen bedeutet deswegen für uns, Barrieren abzubauen, damit allen Menschen Teilhabe und Teilgabe ermöglicht wird, denn wir gehören zusammen. Dies ist uns tägliche Herausforderung.

So unterschiedlich wir sind, so unterschiedlich entdecken, leben und teilen wir auch unseren Glauben in den verschiedenen Lebensbereichen. Wir leben als Christen in einer pluralen Gesellschaft.

Wir sind bereit, in dieser Gesellschaft respektvoll unsere Hoffnung zu bezeugen und mit ihr in den Dialog zu treten. Dabei blicken wir besonders auf die Menschen, die verletzt, traurig, allein, verzweifelt oder in anderer Weise herausgefordert sind und die Schutz und Begleitung brauchen.

Wir haben „den Mut, neue Orte von Kirche zu entwickeln und sich entwickeln zu lassen“.

Wir zeigen uns offen und dialogbereit gegenüber Menschen anderen Glaubens und respektieren sie. In der Begegnung mit Fremden und dem Fremden – an uns vertrauten wie an neu zu entdeckenden Orten – sehen wir die Chance, Eigenes zu hinterfragen und neu zu sehen.

Worin liegt für uns die Kraft eines glaubwürdigen christlichen Lebens inmitten einer vielfältigen Gesellschaft?

Ökumene gehört für uns Christen selbstverständlich zum Lebens- und Glaubensvollzug, was uns zu vielfältigen Formen der Zusammenarbeit motiviert.

  • Wie achten wir Familien und Einzelne mit ihren Lebensentwürfen in all ihrer Vielfalt?
  • Inwiefern entsprechen Form und Sprache unserer liturgischen Feiern und anderer Veranstaltungen den Menschen und den Situationen, um die es geht?
  • Was müssten wir verändern?
  • Wie können wir eine Kultur der Offenheit schaffen und stärker aus der Begegnung mit dem Fremden lernen?
  • Wie können wir verstärkt Ökumene leben und mit anderen religiösen Gemeinschaften zusammenarbeiten?
  • Was braucht es, um den interreligiösen Dialog zu begleiten und zu stärken?

Rahmenleitbild für die Pfarrei und den Pastoralen Raum

Teil 1 [»]
Teil 2 – Leitsatz 1: Wir lassen uns von der Verheißung des Reiches Gottes leiten [»]
Teil 3 – Leitsatz 2: Wir gehen zu den Menschen und sind missionarisch-diakonisch Kirche [»]
Teil 4 – Leitsatz 3: Wir denken vom Einzelnen her [»]
Teil 5 – Leitsatz 4: Wir nehmen Vielfalt als Gottes Geschenk an [»]

Sie finden das ganze „Rahmenleitbild“ hier [»]

Foto: © Bistum Trier